Der Fenstertausch im Altbau ist eine der Sanierungsmaßnahmen, die man im Alltag am deutlichsten merkt: weniger Zugluft, ruhigere Räume, keine kalten Flächen mehr am Fenster. Damit das so bleibt, kommt es beim Austausch vor allem auf den Anschluss an die alte Wand an.
Eines unserer Referenzprojekte ist die Sanierung eines Mehrfamilienhauses: alte Fenster raus, neue Kunststofffenster mit aluplast-Profilen, außen Anthrazit, dazu Vorbaurollläden. Solche Aufträge im Enzkreis, in Mühlacker und Pforzheim sind unser Schwerpunkt.
Wann sich der Fenstertausch lohnt
Diese Anzeichen sprechen dafür, die Fenster auszutauschen statt sie noch einmal zu reparieren:
- Isolierverglasung aus den 1970er bis 1990er Jahren mit deutlich schlechteren Dämmwerten als heute
- Kondenswasser zwischen den Scheiben, weil der Randverbund nicht mehr dicht ist
- Zugluft trotz neuer Dichtungen
- verzogene oder morsche Rahmen
- Beschläge, für die es keine Ersatzteile mehr gibt
- geplante Fassadendämmung, bei der die Fenster ohnehin angepasst werden müssen
Ist nur ein Beschlag oder eine Dichtung defekt, reicht oft eine Reparatur. Das sagen wir Ihnen ehrlich beim Termin.
Oft hilft ein einfacher Vergleich: Wie alt sind die Fenster, wie oft mussten sie schon repariert werden, und sind ohnehin weitere Arbeiten am Haus geplant? Wer in den nächsten Jahren die Fassade dämmen oder das Dach sanieren will, sollte den Fenstertausch in diese Planung einbeziehen.
Worauf es beim Fenstertausch im Altbau ankommt
Im Altbau sind die Öffnungen selten rechtwinklig, die Laibungen oft uneben und die Wandaufbauten unterschiedlich. Darauf muss die Montage reagieren:
- Ausbau mit wenig Schaden: Wir trennen die alten Rahmen so heraus, dass Putz und Laibung möglichst intakt bleiben.
- Anschluss nach RAL-Leitfaden: Innen luftdicht, außen schlagregendicht und diffusionsoffen. So bleibt die Fuge trocken.
- Lüften nach dem Tausch: Neue Fenster sind deutlich dichter als alte. In vielen Fällen ist deshalb ein Lüftungskonzept nötig, das zum Beispiel Fensterfalzlüfter vorsieht. Wir sprechen das vor dem Auftrag an.
- Innenseite: Nach dem Einbau werden die Laibungen innen beigeputzt oder mit Leisten abgedeckt, je nach Absprache.
Ziehen Sie gleichzeitig eine Fassadendämmung in Betracht, sollten Fenster und Dämmung zusammen geplant werden. Die Fenster rücken dann oft in die Dämmebene. Unsere Schwesterfirma BM Generalbau übernimmt Fassade, Dämmung und Kernsanierung, sodass alles in einem Bauablauf läuft.
Fenster austauschen im bewohnten Haus
Bei einem bewohnten Haus wird Raum für Raum gearbeitet. Ein Fenster wird ausgebaut und am selben Tag wieder geschlossen. Möbel vor den Fenstern sollten Sie vorher etwas abrücken, Böden decken wir ab. Im Mehrfamilienhaus stimmen wir die Termine mit Eigentümern, Hausverwaltung und Mietern ab, damit jede Wohnung vorher Bescheid weiß.
Alte Rollladenkästen sind oft eine Schwachstelle. Beim Tausch kann man sie dämmen oder durch einen Vorbaurollladen ersetzen, der außen vor dem Fenster sitzt.
Referenz: Sanierung eines Mehrfamilienhauses
Bei einem Mehrfamilienhaus haben wir sämtliche alten Fenster ausgebaut und durch neue Kunststofffenster ersetzt. Verwendet wurden aluplast-Profile, außen in Anthrazit. Statt die alten Rollladenkästen weiter zu nutzen, bekamen die Fenster Vorbaurollläden. So konnten die alten Kästen geschlossen und gedämmt werden. Die Arbeiten liefen wohnungsweise, sodass jede Wohnung am Abend wieder geschlossen war.
Ablauf beim Fenstertausch
- Besichtigung und Aufmaß: Wir messen jedes Fenster vor Ort und schauen uns Laibungen, Fensterbänke und Rollladenkästen an.
- Angebot: mit Ausbau, Entsorgung, neuen Fenstern, Anschlussarbeiten und gegebenenfalls Rollläden.
- Fertigung: Die neuen Fenster werden nach Maß beim Hersteller gebaut.
- Montagetage: Ausbau, Einbau, Abdichtung und Innenanschluss Raum für Raum.
- Abschluss: Einstellen der Beschläge, Einweisung und Übergabe der technischen Unterlagen, die Sie auch für eine Förderung brauchen.
GEG-Anforderungen und Förderung beim Fenstertausch
Anforderungen nach GEG
Werden Fenster ausgetauscht, schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) für das neue Fenster einen Wärmedurchgangskoeffizienten von Uw ≤ 1,3 W/(m²K) vor. Mit aktuellen Kunststoff- oder Holzfenstern und 3-fach-Verglasung wird dieser Wert in der Regel deutlich unterschritten. Wir weisen Ihnen den Wert des angebotenen Fensters mit den Herstellerangaben aus.
Förderung beim Fenstertausch
Für den Fenstertausch an bestehenden Wohngebäuden gibt es zwei Wege, die sich gegenseitig ausschließen:
- BEG-Einzelmaßnahme über das BAFA: Zuschuss für die Gebäudehülle. Die technischen Anforderungen an das Fenster liegen deutlich über dem GEG-Mindestwert, und meist ist ein Energieeffizienz-Experte einzubinden. Der Antrag muss vor der verbindlichen Beauftragung gestellt werden.
- Steuerermäßigung nach §35c EStG: Für selbst genutztes Wohneigentum in älteren Gebäuden kann ein Teil der Kosten über mehrere Jahre von der Steuer abgezogen werden. Voraussetzung ist eine Bescheinigung des ausführenden Fachbetriebs.
Die Bedingungen ändern sich regelmäßig. Prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Auftragsvergabe mit Ihrem Energieberater oder Steuerberater. Wir liefern die nötigen technischen Angaben zu den Fenstern. Für einen ersten Termin nutzen Sie das Anfrageformular.
